My eating disorder: a constant battle

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I’m only human and I also have my weaknesses. One of those weaknesses is my eating disorder, that I ignored for years and nowadays habe under control. Well, for most of the time.

It’s hard for me to write or talk about it, because I always had the (wrong) assumption that people with eating disorders were always too skinny and that anorexia the only eating disorder was. I always described my situation as “unhealthy eating habits”, but it is considered an eating disorder. I always have moments or situations when it is harder for me. Today I’m sharing more about it with you.

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My eating disorder: a constant battle

I can’t actually pinpoint when it really started. I know when I was around 8 years old I heard the first time someone say I was “too big” in a negative way. I know this because I was still in the German School in Lisbon. I grew up quickly, by the time I was 10 I was almost 1.65 cm tall and therefore almost as tall as my mother. No wonder I always felt the odd one out.

I know when I was around 11 or 12 (during Summer vacation between the 6th and 7th grade) I spent the days alone. My father was working – as a captain he would be gone for longer periods of time – and my mother wouldn’t be hone during the day. My first memories of binge eating/starving myself were from that summer. I would either not eat anything during the day or would have binge episodes. 

Afterwards I had better and worst times, I’d not eat anything at school often and only have something at home in front of my parents. Other times I would eat anything that I would see. Then I would feel guilty again and spend days starving myself. The comments I got to hear about my body did not help either. Luckily my parents never made comments on my body.

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Admiting the problem to myself

I was around 25 years old when I first saw I had a problem, when I went to an (extremely expensive!) doctor. I was already diagnosed with fibromyalgia, but I didn’t know much about the disease. I didn’t know it affected my metabolism so it didn’t work normally, I didn’t know working out too much was contra productive or that my body sometimes goes into starving mode because it thinks it’s not getting anything due to not being able to absorb vitamins on its own. My eating habits most definitely didn’t help either.

The comments I would contantly hear in certain environments, obviously without my parents hearing, made everything worse. My confidence was zero and I didn’t find anything to like about myself. I looked into the mirror and only saw one thing: a disgusting, fat and ugly person. I still need to take photographs often, to see how I really look – otherwise I see myself much bigger than I really am. But even in photographs I sometimes see myself bigger than I am, especially when I’m not doing well. It’s called body dysmorphic disorder.

Why am I telling you all of this now?

Because in the last few weeks things haven’t been going so well for me. What happened at work with the bullying, the fact that I put on some weight due to medication – all of this awoke the “voices” in my head. Don’t worry, I don’t actually hear voiced, it’s just a way of explaining it – like I have voices in my head telling me how horrible I am and how I should stop eating because I don’t deserve it and it only makes it worse. I have the feeling I lost control over my life and that made my eating disorder wake up. 

We are flying to Portugal tomorrow and I know there will be times when I can’t avoid certain negative environments. And that makes me scared and mad. Because I feel like all I worked for, all the way I came was for nothing. Even though I know it’s not true, it’s still hard not to believe it when I’m only criticised over my looks.

Bloggers are often perceived as being “perfect” creatures. We control what we share on social media and most of us want to give other good things, inspire others. However, we’re still people with feelings, a real like that you don’t get to see, with strengths and weaknesses. Unfortunately it often is forgotten.

This is one of my most personal posts. I hope I can help someone out there not to feel so alone and to see we bloggers also have problems we often don’t talk about.

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Ich bin nur ein Mensch und habe auch meine Schwächen. Einer dieser Schwächen ist meine Essstörung, die ich Jahre lang ignoriert habe und mittlerweile unter Kontrolle habe. Na ja, meistens zumindest. 

Es ist schwer für mich darüber zu schreiben oder zu sprechen, weil ich immer die (falsche) Idee hatte dass Leute mit Essstörungen immer extrem dünn sind und Magersucht die einzige Essstörung sei. Auch wenn ich immer meine Situation als ein “ungesundes Essverhalten” bezeichne, fällt es in die Kategorie der Essstörungen. Es gibt immer Momente, Zeiten oder Situationen wo es mir schlimmer geht. Mehr darüber erzähle ich Euch heute.

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My eating disorder: a constant battle

Ich kann nicht wirklich sagen wann es alles begann. Ich weiß ich war um die 8 Jahre alt, als mir jemandem das erste Mal sagte ich sei “zu groß”. Das weiß ich, weil ich noch in die deutschen Schule in Lissabon gegangen bin. Ich bin halt sehr schnell gewachsen, mit 10 war ich schon fast 1.65 Zentimeter und somit so groß wie meine Mutter. Kein Wunder dass ich mich immer Fehl am Platz gefühlt habe. 

Ich weiß als ich 11 oder 12 war (in den Sommerferien zwischen der 6 und 7 Klasse) habe ich die Tage alleine verbracht. Mein Vater war arbeiten – als Kapitän war er oft längere Zeit weg – und meine Mutter war tagsüber nicht daheim. Meine ersten Erinnerungen von binge-eating/nichts essen sind von diesem Sommer. Ich würde entweder den ganzen Tag nichts essen oder (Fr)Essattacken haben.

Danach hatte ich bessere und schlechtere Zeiten, würde in der Schule öfters nicht essen und nur daheim vor meinen Eltern was essen. Manchmal habe ich aber alles gegessen, was ich gesehen habe. Danach habe ich mich schuldig gefühlt und tagelang wieder kaum was zu mir genommen. Die Kommentare die ich über mein Körper zu hören bekam, haben auch nicht geholfen. Zum Glück haben meine Eltern nie Kommentare über meinen Körper gemacht. 

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Das Problem einsehen

Mit fast 25 habe ich es das erste Mal als ein Problem eingesehen, als ich bei einer Ärztin war (die verdammt teuer war!). Ich hatte dann schon die inoffizielle Diagnose von Fibromyalgie erhalten, kannte aber noch nicht genug über die Krankheit. Ich wusste nicht, dass mein Stoffwechsel nicht normal funktioniert, das zu viel Sport kontraproduktiv ist, das mein Körper manchmal denkt er bekäme nichts zu essen weil er selber die Vitamine alleine nicht einnehmen kann. Mein Essverhalten hat da bestimmt auch nicht geholfen.

Die Kommentare die ich in einem gewissen Umfeld ständig zu hören bekam, natürlich ohne das meine Eltern es mitbekommen haben, machten alles nur noch schlimmer. Mein Selbstbewusstsein war null und ich fand nichts an mir selbst zu mögen. Ich schaute mich im Spiegel und habe nur noch eins gesehen: eine fette und hässliche Person. Noch heute muss ich öfters Foto nehmen, um zu sehen wie ich wirklich ausschaue – sonst sehe ich mich in meinem Kopf viel größer als ich in Wirklichkeit bin. Aber sogar in Fotos sehe ich mich nicht immer gleich, wenn es mir besonders schlecht geht, sehe ich mich auch in Fotos viel größer als ich bin. Dysmorphophobie soll das heißen. 

Warum ich das Euch gerade jetzt erzähle?

Weil es mir in der letzten Zeit nicht mehr so gut geht. Alles was in der Arbeit passiert ist, die Tatsache das ich wegen Medikamente etwas zugenommen habe – alle diese Sachen haben die “Stimmen” in meinem Kopf wieder erweckt. Keine Angst, ich höre nicht wirklich Stimmen – es ist so als ob ich Stimmen in meinem Kopf hätte, die mir sagen alles was bei mir schlecht ist und ich sollte aufhören zu essen weil ich es nicht verdiene und es nur alles schlimmer macht. Ich habe das Gefühl die Kontrolle über mein Leben verloren zu haben und das erweckt mein verstörtes Essverhalten. 

Wir fahren morgen nach Portugal und es wird Momente geben wo ich diese negative Umgebung die immer über mich lästert nicht vermeiden kann. Und diese Tatsache macht mir Angst und wütend. Weil ich das Gefühl habe alle die Verbesserungen die ich gemacht habe und den ganzen Weg den ich schon gemacht habe einfach für nichts waren. Obwohl ich weiß das es nicht wahr ist, ist es mir trotzdem schwer es nicht zu glauben wenn ich wieder nur wegen meinem Äußeren kritisiert werde. 

Blogger werden öfters als “perfekte” Wesen gesehen. Wir kontrollieren was wir in den Sozialen Netzwerken teilen und die meisten von uns wollen anderen etwas gutes bringen. Jedoch sind wir auch nur Menschen mir Gefühlen, führen ein echtes Leben das man nicht sieht, mit Stärken und Schwächen und Probleme. Leider wird es immer wieder vergessen. 

Das ist wohl einer meiner persönlichsten Posts. Ich hoffe ich kann damit jemanden helfen zu sehen das Ihr nicht alleine seid und auch wir Blogger Probleme haben die wir nicht oft erwähnen. 

 

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2 Comments

  1. 18. December 2016 / 7:56 pm

    Ich finde ein wirklich sehr toller und ehrlicher Post! Ich kann mit vielem was du sagst total mitfühlen da es mir ähnlich ergangen ist. Ich wünsche dir wirklich alles alles gute und genieß deine Auszeit in Portugal! Ein Mensch hat doch noch viel mehr zu bieten als seine Kleidergröße, ich finde das sollten wir uns alle viel öfter ins Gedächtnis rufen 🙂

    Liebe Grüße
    Stephi von http://stephisstories.de

    • Rosie Waldherr
      26. February 2017 / 6:51 pm

      Danke liebe Stephi! 🙂

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