[:en]1 November: All Saints’ Day[:de]1. November: Allerheiligen[:]

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In Portugal a lot of people visit graves of loved ones on All Saints’ Day.

Since today is All Saints’ Day, I decided to write about a more serious and difficult subject: how it is to lose someone you love.

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Losing someone is hard. It gets harder when you don’t get it or don’t have anyone to talk with. My grandmother died when I was 2 years old, and I didn’t really understand it. I was a baby, so I didn’t really know what it was to lose someone.

My Opa died in 1997. I was 9 at the time and I have to admit, even though it was hard for me, I went back to my daily life pretty quickly. I loved my Opa and I also cried for him, but at 9 years old I didn’t really understand it yet. Once I became older, I started missing him more and more. That’s also the reason why the things he gave me are so valuable to me, because they’re the only things I have from him.

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I was 18 the first time I was really confronted with death. 

Her name was Samantha. I met her at summercamp and we were polar opposites. She was strong minded and knew exactly what she wanted and was never afraid to be herself. Even though we were so different, we became really good friends with a strong connection. We ended up going to the same university – in my first university – and was in the same major as I. We had different friends, but would often meet after class for coffee just the two of us. Once a colleague of ours bumped into us as was suprised to see us together – no one really knew how good friends we were, because we didn’t have the same friends and were hardly ever together during class.

I can still remember how we met that Friday and spoke about classes. She told me about a party she was attending the next evening and something urged me to tell her not to go. She brushed me off and said she would be fine and I didn’t need to worry so much. We sent each other some SMS later in the afternoon, but that was the last time we saw each other.

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Sunday I received a phone call from her brother, but didn’t hear it and didn’t answer. As always, I forgot to call back. On Monday he called me again while I was in class, and I made a mental note to call him in the evening. Samantha hadn’t come to class and I thought “That girl will never change”, smiling to myself.

Reality hit me in the evening. For some reason I went to our university website and there I saw a message saying: “We are mourning for Samantha”. My heart instantly felt heavy, but I tried convincing myself it was some mistake since her last name is pretty common in Portugal. With shaking hands I clicked on the link and her photograph appeared, smiling at me from the screen.

I don’t really remember what I thought, I honestly think I was in shock. I know I went downstairs to my parents who were watching tv in the living room and my Dad asked me “What’s wrong with you?”. I dropped to my knees and started crying. Eventually I was able to tell them what happened and even though my parents tried to support me, they didn’t know how good friends we were. I never really talked about my friends to my parents, that’s just how I was.

IMG_3383She died in a car accident, when a car from the other lane drove against the car she was in. 

I was 18 years old and the world felt like it kept spinning without me. I still regret not answering her brother’s phone call right away – even though she was already gone. The university didn’t even tell us anything and I ended up having to contact our colleagues – thank goodness we had a common email for the class, I don’t think I’d be able to write every single one of them. This was almost 10 years ago and I miss her like it was yesterday. I have hardly spoken about it with anyone. In the beginning I would go to the cemetery every month.

She was a very good friend, she was always there for you, always loyal. I learned how to be a good friend from her. She wasn’t scared to be who she was and she’s still a role model for me, so I’m not scared to be who I really am. She gave me the courage to speak up for myself and helped me whenever things were bad, as I helped her. It was a real friendship, unlike any other.

Every day with our loved ones is a gift. Take care of it and tell those who are important to you, how much you care. Don’t let small things get between you, time is limited and valuable. Take the chance this year’s All Saints’ Day to tell those who are still here, how much they mean to you.

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In Portugal besuchen viele Leute Gräber von Geliebten zu Allerheiligen.

Dies hat mich dazu gebracht heute über etwas schwieriges zu schreiben: wie es ist jemanden zu verlieren.

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Jemandem zu verlieren ist schwer. Umso schwieriger wird es wenn man es nicht wirklich versteht oder niemandem zum sprechen hat. Meine Großmutter starb als ich 2 war, darum fand ich es nicht schwer sie zu verlieren, da ich es ja nicht wirklich verstanden habe oder überhaupt gefühlt habe. Mit 2 kann man ja nicht wirklich viel wissen.

1997 starb mein Opa. Da war ich 9 Jahre alt und ich muss gestehen, obwohl es mir schon schwer gefallen ist, bin ich auch schnell wieder in den Alltag übergegangen. Ich liebte mein Opa und weinte auch, aber mit 9 konnte ich es ja auch noch nicht gut verstehen. Erst als ich älter wurde, hat er mir mehr und mehr gefehlt. Darum sind auch die Sachen die er mir geschenkt hat sehr wertvoll für mich geworden, da sie von ihm sind. 

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Das erste Mal das ich wirklich mit dem Tod konfrontiert wurde, war ich 18. 

Sie hieß Samantha. Ich hatte sie in einem Sommerlager kennengelernt und sie war das Gegenteil von mir. Sie war stark und wusste genau was sie wollte und hatte nie Angst sie selbst zu sein. Wie unterschiedlich wir auch waren, sind wir sehr gute Freundinnen geworden. Sie ist dann in die selbe Uni wie ich gegangen – meine erste Uni – und wir waren in dem selben Kurs. Wir hatten unterschiedliche Freunde, trafen uns aber öfters nach dem Unterricht zu zweit auf einen Kaffee, was keiner wirklich wusste. Einmal trafen wir eine Kollegin, die nicht verstand wieso wir uns privat treffen würden, da wir in der Uni kaum zusammen zu sehen waren. 

Ich kann mich noch erinnern wie wir uns am Freitag getroffen haben und über den Unterricht gesprochen habe. Sie erzählte mir das sie am Samstag Abend zu einer Party eingeladen war. Irgendetwas in mir sagte, ich sollte ihr sagen nicht zu gehen. Dies habe ich auch getan, sie sagte aber sie würde aufpassen. Wir haben noch einige SMS am Nachmittag geschickt, aber es war das letzte Mal das wir uns sahen.

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Am Sonntag hat Ihr Bruder mich angerufen, ich hörte das Handy aber nicht und bin nicht angegangen und, wie immer, habe ich vergessen zurückzurufen. Montag als ich im Unterricht war, kam noch ein Anruf von Ihm und ich habe gedacht ich rufe ihn am Abend zurück. Samantha ist zum Unterricht nicht erschienen und ich dachte mir “Sie wird sich nie ändern” und lächelte innerlich.

Abends kam dann der Schock: ich bin auf die Uni Webseite gegangen, um etwas zu sehen. Da stand eine Nachricht die sagte “Wir trauern um Samantha”. Mein Herz fühlte sich schwer an, ich dachte zu mir selber es könnte wer anders sein, da ihr Nachname sehr üblich in Portugal ist. Mit zitternden Händen habe ich den Beitrag aufgemacht und Ihr Foto, mit Ihr lächelndes Gesicht schaute mich vom Bildschirm an.

Ich kann mich nicht mehr erinnern was ich gedacht habe. Ich weiß nur ich bin runter zu meinen Eltern gegangen, ruhig und langsam. Als ich ankam fragte mein Vater “Was ist denn mit dir los?” und ich weiß nur noch wie ich nicht mehr stehen konnte, auf die Knie gegangen bin und geheult habe. Irgendwann war es mir möglich die Worte laut zu sagen. Meine Eltern waren natürlich für mich da, aber sie wussten nicht was für eine Freundin sie war oder wie eng wir uns waren – ich habe nie wirklich mit meinen Eltern über meine Freunde gesprochen, das war nun mal meine Art.

IMG_3383Sie ist in einem Auto-Unfall ums Leben gekommen, als ein entgegenkommender Autofahrer gegen sie fuhr. 

Ich war 18 Jahre alt und ich fühlte mich als ob die Welt ohne mir weiter drehen würde. Ich bedauere es immer noch diesen Anruf nicht beantwortet zu haben, auch wenn sie nicht mehr mit uns war. Die Uni hat uns nicht einmal bescheid gegeben und ich musste alle unsere Kollegen bescheid geben – zum Glück hatten wir alle eine gemeinsame E-Mail Adresse für die Klasse, ich glaube nicht das ich fähig wäre allen zu schreiben. Es war vor fast 10 Jahren und ich vermisse sie noch so sehr wie am ersten Tag. Ich habe nie über sie geschrieben, ich habe es kaum mit jemandem geteilt. Anfangs ging ich jeden Monat zum Friedhof. 

Sie war eine sehr gute Freundin, immer bereit zu helfen, immer da für uns. Sie hatte keine Angst so zu sein wie sie war und sie ist immer noch ein Vorbild für mich, damit ich keine Angst habe so zu sein, wie ich bin. Sie hat mir Mut gegeben, sie half mir wenn es mir schlecht ging und ich ihr auch. Es war eine wahre Freundschaft, wie ich noch wenige hatte.

Jeder Tag den wir mit unseren Geliebten haben, ist ein Geschenk. Nutze es, sag den Leuten die dir wichtig sind, wie sehr du sie liebst. Lass keine Kleinigkeiten zwischen Euch kommen, die Zeit ist zu knapp und wertvoll. Nutze dieses Allerheiligen um auch denen, die noch am Leben sind, zu sagen wie sehr sie dir wichtig sind. 

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